ROUNDUP/US-Automarkt gespalten: Ford, GM und Daimler Gewinner
NEW YORK (dpa-AFX) - Signale einer Trendwende auf dem US-Automarkt: Erstmals
seit 21 Monaten konnte General Motors
(GM) im Oktober den Absatz im Vergleich
zum Vorjahr wieder steigern. Auch Ford
nahm in der Heimat weiter Fahrt
auf. Bei Chrysler ging es dagegen nochmals bergab. Auch bei den Deutschen gab es
Licht und Schatten: Besonders Daimler
gewann deutlich, Rivale BMW fuhr im
Rückwärtsgang.
Die bisherige Opel-Mutter GM schaffte das erste Wachstum seit Januar 2008 mit
vier Prozent mehr verkauften Autos als im Oktober des Vorjahres. Insgesamt waren
es rund 177.600 Wagen. Beim zweitgrößten US-Hersteller Ford stieg der Absatz um
mehr als drei Prozent auf gut 136.900 Stück. Das Plus gelang trotz des Endes der
US-Abwrackprämie.
FORD KOMMT MIT SANIERUNG BISHER AM SCHNELLSTEN VORAN
Chrysler büßte dagegen weitere 30 Prozent ein und setzte nur rund 65.800 Autos
ab. Leicht bergab ging es beim weltgrößten Autokonzern Toyota. Mit knapp 152.200
Wagen verkauften die Japaner in den USA 3,5 Prozent weniger als im Oktober 2008.
Ford kommt bei seiner Sanierung unter den US-Rivalen bisher am schnellsten voran
und schaffte zuletzt sogar zwei Quartale mit Gewinnen in Milliardenhöhe. GM und
Chrysler mussten für einen Neustart durchs Insolvenzverfahren und verloren viele
verunsicherte Kunden. Chrysler will nach dem Rettungseinstieg von Fiat an diesem
Mittwoch seine neuen Pläne vorstellen.
EXPERTEN SEHEN NUN ÜBERWIEGEND DIE TALSOHLE AUF DEM US-AUTOMARKT DURCHSCHRITTEN
Experten sehen nun überwiegend die Talsohle auf dem US-Automarkt durchschritten.
'Die Wirtschaft ist im Übergang von der Rezession zur Erholung', sagte
Ford-Chefökonomin Emily Kolinski Morris. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet
erreicht der US-Markt nun wieder mehr als zehn Millionen Fahrzeuge.
Die Erholung findet allerdings nur langsam und von sehr niedrigem Niveau aus
statt - noch immer zu wenig für nachhaltig schwarze Zahlen der Hersteller. Der
Absatz der meisten Anbieter fiel im Oktober etwa wie von Experten erwartet aus.
BMW MUSS RÜCKSCHLAG EINSTECKEN
Der Daimler-Konzern verbuchte im vergangenen Monat in den USA ein Plus von 9,4
Prozent und verkaufte insgesamt fast 18.900 Wagen. Die Marke Mercedes kletterte
sogar um 21,3 Prozent. Der Smart-Absatz brach aber um mehr als 70 Prozent auf
nur noch 661 Fahrzeuge ein.
BMW
musste einen Rückschlag von mehr als 19 Prozent einstecken und setzte etwas
mehr 20.600 Autos ab. Die Kernmarke BMW ging um knapp 19 Prozent auf etwa 16.450
Fahrzeugen zurück. Vom Mini wurden weniger als 4.200 Stück verkauft, ein Minus
von fast 21 Prozent.
Volkswagen
mehr als 17.000 verkaufte Autos - ein Plus von sieben Prozent. Die VW-Tochter
Audi
konnte ihr US-Absatzminus weiter verringern. Mit rund 7.360 Fahrzeugen
ging es ganz leicht um 1,1 Prozent bergab. Porsche
profitierte vom neuen Modell
Panamera. Der bald zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer verkaufte mit 1.642
Flitzern insgesamt 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.he/stb/fd
Quelle: dpa-AFX
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